Gebäude im Wandel

 

Kontorgebäude

Im Verwaltungsgebäude, in dem einst die Geschäftsführer und Direktoren der Baumwollspinnerei ihre Büros hatten, wird auch künftig wieder eine Verwaltung ihren Sitz haben: die Stadtverwaltung. Aus dem Kontor wird das neue Rathaus.

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Altbauten

Die Altbauten von 1809, 1826 und 1887 gelten als Keimzelle der Alten Baumwolle. Nach dem Ende der Produktion standen sie längere Zeit leer, aber dank eines engagierten neuen Investors kehrt jetzt wieder Leben in die Gebäude ein.

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Oederaner Bau

Kaum ein Gebäude wurde in der Geschichte der Alten Baumwolle so vielfältig genutzt wie der Oederaner Bau. Im Zuge der Entwicklung der Altbauten hat der Investor Ticoncept auch dieses Gebäude erworben, das direkt am neuen Marktplatz einzigartige Potentiale bietet.

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 Öffentlicher Raum und Freianlagen

Zentrum des Zentrums
Der neue Marktplatz

Zu einem Stadtzentrum gehört selbstverständlich auch ein Marktplatz. Im Frühjahr 2021 begannen die ersten Planungen für das Vorhaben, bei denen Ideen aus der Bürgerschaft berücksichtigt werden. Dabei soll der zukünftige Marktplatz von den sanierten denkmalgeschützten Industriegebäuden und von Ergänzungsbauten umrahmt werden.

Dieser neue Ansatz der Wiederherstellung städtebaulicher Raumkanten ist ein Ergebnis eines Studentenwettbewerbes im Jahr 2016 und der Zusammenarbeit mit dem Investor Ticoncept GmbH. Das Unternehmen hat 2018 die Altbauten am Park erworben und baut die Gebäude derzeit zu Wohn- und Gewerbeeinheiten um. Gleichzeitig baut die Stadt Flöha das ehemalige Verwaltungsgebäude zum neuen Rathaus aus. Auch der Oederaner Bau, der sich mitten auf dem zukünftigen Marktplatz befindet, soll kurz- bis mittelfristig durch die Ticoncept GmbH saniert werden.

In Ergänzung zur vorhandenen Bebauung soll darüber hinaus mit mehreren Neubauten im zentralen und südwestlichen Bereich das Areal um den zukünftigen Marktplatz deutlich nachverdichtet werden. Damit soll ein vielfältiges Wohnangebot geschaffen und die Nachfrage nach bestimmten Wohnformen bedient werden. Dies bietet die Chance, eine urbane Platzsituation mit einem unverwechselbaren Marktcharakter zu schaffen.

In den kommenden Monaten werden die Planungen zur Freiraumgestaltung des Marktes weiter konkretisiert. Ziel ist es, die Industriearchitektur der umliegenden Gebäude sowie deren unterschiedliche Nutzungen mit den Anforderungen an eine moderne und nachhaltige Außenraumgestaltung zu verknüpfen – und das auf eine qualitativ hochwertige Weise. Die Umsetzung soll im Jahr 2022 beginnen, wobei mehrere Bauabschnitte geplant sind.

Licht aus, Spot an
Das neue Beleuchtungskonzept

Als neues Stadtzentrum wird die Alte Baumwolle in Zukunft mehr denn je zur „Visitenkarte“ der Stadt Flöha. Sie ist weithin sichtbar (zum Beispiel beim Blick aus dem Zugfenster auf der Strecke Chemnitz-Dresden) und beeindruckt durch ihre besondere Architektur – allerdings bisher nur tagsüber. Das wird sich aber schon bald ändern. In Kürze wird die Alte Baumwolle auch nachts ins richtige Licht gerückt – im wahrsten Sinne des Wortes.

Im September 2020 wurde das Büro Ruairí O’Brien Lichtdesign aus Dresden mit der Erarbeitung eines einheitlichen Beleuchtungskonzeptes für die Alte Baumwolle beauftragt.

Dabei werden folgende Leitziele verfolgt:

Atmosphäre und Identität:

• Betonung der individuellen städtebaulichen / architektonischen Qualitäten

• Erhöhung der Aufenthaltsqualität, Förderung der einzigartigen Identität

• Berücksichtigung historischer Bezüge und aktueller/zukünftiger Funktionen

Orientierung:

• Identifizierung von Orientierungspunkten (Bereiche, Objekte / Elemente, Wege) tagsüber und Übertragung in Nachtbild

Sicherheit:

• Vermeidung von Blendung, Unterstützung der Gefahrenerkennung

• Berücksichtigung der gesetzlichen Anforderungen (Mindestbeleuchtungsstärken)

• Unterstützung des Sicherheitsgefühls

Umwelt und Energie:

• energiebewusste Realisierung

• Vermeidung von Lichtverschmutzung

• Einsatz insektenfreundlicher Beleuchtung

Die Vorgehensweise erfolgt zweistufig. In Stufe 1, bestehend aus Analyse, Bewertung und Lichtmasterplan, soll das Lichtkonzept für das Gesamtareal entwickelt werden. Das Konzept wird Aussagen enthalten zu den zu beleuchtenden und gezielt nicht zu beleuchtenden Bereichen / Flächen/ Elementen, zur Art der Beleuchtung (z.B. Lichtintensität, Lichtfarbe / Farbtemperatur) und zum Stufenplan für die etappenweise Realisierung . Der Teil Analyse und Bewertung als Grundlage dafür konnte bereits abgeschlossen werden und enthält Aussagen und Informationen zur Identität des Ortes (Geschichte, Architektur, Städtebau, Nutzung), zu Potentialen und Defiziten, zu den Grundlagen der Beleuchtung (Funktion, Schwerpunkte, Inhalte, städtebauliche und stadträumliche Aspekte) und zu möglichen Konzeptinhalten (Grobkonzept).

Aufbauend auf den Analyseergebnissen und dem Lichtmasterplan wird in Stufe 2 das Lichtkonzept für Einzelbauwerke, Bauwerksteile oder Bereiche (Freiraum) erarbeitet. Dieses wird auch Vorschläge zum Umgang mit der Bestandsbeleuchtung und Betrachtung des Areals als Einheit (Akzentuierung / Gliederung des Areals / Definieren zu beleuchtender und gezielt nicht zu beleuchtender Bereiche), Ableitung der Lichtmaßnahmen und Beleuchtungsvorschläge für Einzelbereiche, bestehend aus Wegebeleuchtung / Fassadenbeleuchtung / Objektinszenierung / Platzgestaltung (auch zukünftige) und Art der Beleuchtung (z.B. Beleuchtungsstärke, Lichtfarbe / Farbtemperatur). Auf dieser Basis erfolgt die lichttechnische Planung von Einzelbereichen.

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