Ideenwettbewerb „Unser Marktplatz“:
Ein voller Erfolg

Wie könnte der künftige Marktplatz der Stadt Flöha in der Alten Baumwolle aussehen? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Wettbewerbs, bei dem eine große Vielfalt an Ideen und Entwürfen im Rathaus einging.

Mit viel Liebe zum Detail entwickelten zum Beispiel die beiden Studentinnen Laura Schuffenhauser und Johanna Illgen eine Idee für die Möblierung des Marktplatzes. Ihr Modell zeigt eine „organische Sitzgelegenheit“ mit runder und geschwungener Form aus Beton, überdacht von einer Holzkonstruktion, die auch begrünt werden kann. Die Kinder aus zwei Vorschulgruppen der „Kita Baumwollzwerge“ verwandelten den künftigen Marktplatz in einen „Garten der Sinne“, der zum Beispiel „Naschsträucher“, einen Sinnespfad und eine kleine Bühne für Darbietungen beinhaltet. Auch ein begehbarer Brunnen mit den Flöhaer Stadtwappenfiguren ist Teil ihrer Idee. Das Wappen griff auch Colin Auerbach (15) in seinem Entwurf auf: Ihm schwebt vor, das Flöhaer Stadtwappen einschließlich eines Schriftzuges auf einen großen Teil der Markfläche zu pflastern und dabei mit Bezug auf die Industriegeschichte Granit zu verwenden.

Die Jury hatte es bei den vielen facettenreichen Vorschlägen nicht leicht, die Gewinner zu bestimmen. Auf Platz 3 wählte sie den Entwurf „Marktplatz der Generationen“ von Luca Seidel. Seine Idee, eine Skatebahn mitten im neuen Stadtzentrum anzulegen, wäre angesichts der direkt angrenzenden Wohn- und Geschäftshäuser wohl nur schwierig umzusetzen, dennoch lobte die Jury ausdrücklich, wie der 15-Jährige die Belange der Jugend einbrachte und umrahmt von Event-Tribüne, Spielplatz, Springbrunnen und vielen Sitzmöglichkeiten die Vision eines Wohlfühlortes für Jung und Alt erschaffen hat.

Platz 2 ging an Christiane Weber, die die Jury mit einem professionell und detailreich ausgearbeiteten Beitrag beeindruckte. Sie gliederte die Fläche in einen Marktbereich und einen Bereich mit Grün- und Aufenthaltsflächen. Ein bespielbarer Brunnen, niveaugleiche Wasserelemente mit Sitzstufen und Spielmöglichkeiten runden den Entwurf ab, der auch mit seinen liebevoll gestalteten Zeichnungen überzeugte.

Am meisten begeistert hat die Jury-Mitglieder der Beitrag von Michael Frenzel und seinem Sohn Luca Frenzel (8). Ihr Marktplatz, der den Bürgern und Besuchern Ruhe, Entspannung, Erholung, aber auch Freude bringen soll, sieht neben einer Freifläche für Veranstaltungen wie Ostermarkt, Advents- oder Stadtfest zum Beispiel Wasserelemente, Bepflanzungen, Sitzmöglichkeiten und als zentrales Element einen Brunnen mit den Figuren des Stadtwappens vor. Bei der Darstellung waren Vater und Sohn besonders kreativ: Sie bauten den künftigen Marktplatz kurzerhand aus Legosteinen nach und sicherten sich damit Platz 1.

„Auch wenn sich vielleicht nicht jede Idee 1:1 umsetzen lässt, werden wir alle Beiträge als Inspiration bei der weiteren Planung des Marktplatzes einfließen lassen und in der einen oder anderen Form berücksichtigen“, so Bauamtsleiter André Stefan, der auch Teil der Jury war. „Ein großes Dankeschön geht an alle, die sich beteiligt haben, und an den Altbauten-Investor Ticoncept.“ Das Unternehmen hatte das Preisgeld von insgesamt 1.700 Euro zur Verfügung gestellt, das an sechs Preisträger ausgereicht wurde.