Foto: Susan Fankhänel

Im Rahmen des Festivals für urbane Kunst „ibug“, welches in diesem Jahr zum zweiten Mal in Riesa gastierte, präsentierte die Stadt Flöha in der Podiumsdiskussion „Große Brachen in kleinen Städten“ die Entwicklung der Alten Baumwolle zum neuen Flöhaer Stadtzentrum. Bauamtsleiter André Stefan hob dabei insbesondere den langen Werdegang vom Erwerb des Areals durch die Stadt bis zur Eröffnung des neuen Rathauses und die Bedeutung des einstigen Industrieareals als ehemals größten Arbeitgeber und nunmehr neues Herz von Flöha hervor.

Die knapp 30.000 Einwohner-Stadt Riesa hat mit den ehemaligen Muskator-Mischfutterwerk, welches direkt an der Elbe und am Stadtzentrum gelegen ist, eine ähnliche Ausgangssituation. Einzelne Gebäudeteile des Komplexes stehen unter Denkmalschutz, das markante Maschinenhaus des 40.000 Tonnen fassenden Getreidesilos ist zugleich mit 73 m Höhe das höchste Gebäude von Riesa. Das gesamte Areal wurde 2015 stillgelegt, inzwischen konnte ein Nebengebäude mit der Umgestaltung zur Kunsthalle einer neuen Nutzung zugeführt werden, während für den Großteil noch eine sinnvolle Weiternutzung gesucht wird. Auch der an dieser Stelle unterbrochene linksseitige Elberadweg soll als langjähriger Wunsch Riesas bald zusammengeführt werden.

Neben der Stadtverwaltung Flöha nahmen Vertreter des Landesamtes für Denkmalpflege, der HTWK Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, der WGR Wohnungsgesellschaft Riesa als Eigentümer des Geländes, das Institut für Graue Energie, der Elbland-Kunsthalle und der ibug an der Diskussion teil.

Die ibug, kurz für „Industriebrachenumgestaltung“, gastierte bereits 2021 und 2022 in der ehemaligen Buntpapierfabrik Fabrik Flöha.